Welche Lebensmittel sind bei einer Fruchtzuckerunverträglichkeit absolut tabu?

Die gute Nachricht gleich zu Beginn: es gibt kein Lebensmittel, das von vornherein und für alle Zeiten bei einer Fructoseintoleranz vom Speiseplan gestrichen werden muss. Gleich zu Beginn, in der Karenzphase, gibt es freilich große Einschränkungen, die man auch wirklich konsequent einhalten sollte, so schwer es Ihnen auch fallen mag. Aber nur so schaffen es der Darm und der gesamte Körper, zur Ruhe zu kommen und sich zu erholen. 

Ist dieser Punkt erreicht, vertragen Sie auch wieder größere Mengen Fructose und wenn Sie ein paar Punkte bezüglich des Zeitpunkts der Aufnahme und Menge der einzelnen Lebensmittel beachten, ist es gut möglich, dass Sie, trotz Ihrer Fructoseintoleranz, nahezu wieder alles essen dürfen.

Das wichtigste bei Fructoseintoleranz sind Geduld und langsames Steigern

Ganz zu Beginn der Ernährungsumstellung sollten Sie darauf achten, nur Produkte zu verzehren, die maximal 1 g Fructose pro 100 g enthalten. Die Auswahl bei Gemüse ist da selbstverständlich erheblich größer, als beim Obst, das einfach süßer schmeckt und deshalb eben auch mehr Fructose enthält. Aber Papaya etwa kommt im Schnitt auf nur 0,34 g Fructose, wird also meist auch anfangs schon recht gut vertragen.

Haben Sie sich in diesem Stadium stabilisiert, können Sie ihre Nahrungsmittelauswahl langsam wieder erweitern und die Fructosemengen vorsichtig steigern. Irgendwann ist es Ihnen dann sicher auch wieder möglich, wahre Fructosebomben, wie Äpfel, Birnen und Weintrauben trotz Ihrer Fructoseintoleranz zu essen. Sie dürfen nur nichts überstürzen, damit würden Sie ihre bisherigen Erfolge gefährden.

Fazit

Dabei gibt es noch einiges zu beachten. Wichtig ist etwa dauerhaft, dass Sie es mit den Portionsgrößen nicht übertreiben. Zudem gibt es ein paar Tricks, wie Sie die Verträglichkeit zumindest im Rahmen gewisser Grenzen, steigern können.

Essen Sie Obst beispielsweise grundsätzlich als Nachtisch, statt auf nüchternen Magen. Dadurch wird die Verweildauer der Fructose im Magen verlängert. Von dort wird sie nur in kleinen Mengen in den Darm abgegeben. Diese kleinen Mengen kann der Dünndarm wesentlich besser verwerten, die Symptome der Fructoseintoleranz bleiben aus.