Tipps zur Karenzphase bei Fructoseintoleranz

Zugegeben, die Karenzphase, die ganz zu Beginn einer Ernährungsumstellung aufgrund einer Fructoseintoleranz steht, ist hart. Man muss gerade in dieser Zeit auf zahlreiche Lebensmittel verzichten und selbst kleine Sünden werden kaum verziehen. Einmal über die Stränge geschlagen und schon büßt man mit Magenkrämpfen und Durchfall. Hinzu kommt, dass man danach praktisch wieder von vorne beginnt.

Was bedeutet “Karenzphase”?

Der Begriff “Karenzphase” ist vom lateinischen “carere” für “verzichten” abgeleitet und genau darum geht es. Sie müssen sich während diesen Wochen an einen ganz strengen Ernährungsplan halten und Fructose meiden, wo es nur geht. Nur minimalste Mengen sind erlaubt, wenn überhaupt. Da Fructose nicht nur natürlicher Weise etwa in Obst und Gemüse vorkommt, sondern auch in der Lebensmittelindustrie ein beliebter und deshalb häufig verwendeter Zusatz ist, stehen oft selbst tierische Produkte, wie etwa einige Wurstwaren auf der schwarzen Liste.

Geht das überhaupt?

Wohl kaum etwas ist härter und schwieriger, als seine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten so streng umstellen zu müssen. Essen ist ab sofort keine Selbstverständlichkeit mehr. Ständig kreisen die Gedanken um das Thema, ein dauerndes “Darf ich das oder darf ich nicht?” geistert durch den Kopf. Und schlimmer noch, sobald etwas verboten ist, wird es erst besonders reizvoll. Das kennt wohl jeder schon aus seinen Kindheitstagen.

Zudem stehen auch noch Lebensmittel auf dem Index, die bei den meisten sehr beliebt sind. Vor allem Äpfel und Bananen hat nahezu jeder ständig zu Hause. Auf solche Gewohnheiten zu verzichten, ist ohne Beschönigung einfach nur extrem schwer.

Abgesehen davon, dass es viel Disziplin erfordert, so eine Karenzphase durchzustehen, fehlt es den meisten an ausreichend Ernährungswissen. Die meisten Patienten mit einer Fructoseintoleranz, die sich schon lange mit ihrer Krankheit und auch ihrem eigenen Körper befassen, wissen ganz genau, von was sie wann wie viel vertragen. Als “Neuling” auf diesem Gebiet sind die meisten in der Regel jedoch mit den langen Listen über den Fructosegehalt der einzelnen Lebensmittel schlichtweg überfordert. Um die Frage zu klären, wie Sie sich mit den scheinbar kläglichen Resten, die Sie noch essen können, gesund, abwechslungsreif und zudem schmackhaft ernähren können, wenden Sie sich am besten an eine qualifizierte Ernährungsfachkraft.

Durchhalten lohnt sich

Die Auswirkungen einer Fructoseintoleranz müssen Sie sich folgender Maßen vorstellen: Die Fructose kann nicht oder nur zu geringen Teilen von Ihrem Körper aufgenommen. Stattdessen gelangt sie in den Dickdarm, dessen feine Rezeptoren und Wände sie permanent reizt. Die Gase, die bei der Fermentierung der Fructose durch die Darmbakterien entstehen, beanspruchen und belasten den Darm zusätzlich.

Je mehr Fructose nachkommt, desto schlimmer werden die Auswirkungen. Und selbst wenn endlich alle Fructose diese Passage durchwandert und den Körper verlassen hat, der Darm ist nach wie vor gereizt und geschädigt. Kommt nun gleich wieder fructosehaltiger Nahrungsbrei im Darm an, gehen die Probleme unverändert weiter. Erst, wenn die Schleimhäute des Darms ausreichend Zeit hatten sich zu erholen und zu regenerieren, ist der Körper überhaupt in der Lage, Fructose normal aufzunehmen und zu verarbeiten.

Fazit

Sie Karenzphase ist gekennzeichnet von Verzicht und Einschränkungen. Sicher keine schöne Vorstellung. Die einzige Alternative jedoch wären ein Leben lang Schmerzen, Blähungen, Durchfälle und die weiteren Symptome einer Fructosemalabsorption, von denen zudem davon auszugehen ist, dass sie sich im Laufe der Zeit verschlimmern.