Geeignete Süßigkeiten bei Fruchtzuckerunverträglichkeit

Den meisten Betroffenen wird es bei einer Fructoseintoleranz wohl am schwersten Fallen, auf Süßigkeiten zu verzichten. Umso mehr, da man weiß, dass eine solche Erkrankung ein Leben lang besteht und man somit auch ein Leben lang verzichten, oder zumindest genau beachten muss, was und wie viel Zucker man isst.

Die schlechte Nachricht zuerst

Viele Süßigkeiten, wie etwa Kuchen oder Eis, enthalten Obst und müssen schon allein aus diesem Grund bei Fructoseintoleranz (eigentlich) vom Speiseplan verbannt werden. Hinzu kommt, dass auch alle anderen Naschereien grundsätzlich einen hohen Zuckeranteil haben und somit auch viel Fructose beinhalten. Da eventuelle Light-Versionen häufig Süßstoffe statt Zucker enthalten, diese Süßstoffe aber im Verdauungstrakt ebenfalls die Rezeptoren für Fructose blockieren, sind sie alles andere als gute Alternativen. Im Gegenteil, wegen des Süßstoffes werden sie meist noch schlechter vertragen, als herkömmliche Produkte.

Unbedingt die Karenz einhalten

Doch ganz so schwarz, wie es zunächst aussieht, ist es am Süßigkeiten-Himmel dann doch nicht. Dennoch gilt es selbstverständlich einige Regeln zu beachten und je genauer man diese einhält, umso weniger wird man beim leckeren Genuss die Auswirkungen der Fructoseintoleranz spüren.

In der Karenzphase sollte man wirklich ganz strikt auf alles Süße verzichten. Das ist hart und sicher auch ein tiefer Einschnitt in die Lebensqualität. Möchte man aber auf Dauer möglichst unbelastet mit der Fructoseintoleranz leben können, ist es einfach unvermeidlich, in der Zeit der Karenz wirklich strengstens Diät zu halten. Nur so kann sich der Darm erholen und nur so besteht überhaupt die Chance, dass sich die Folgen der Fructoseintoleranz soweit eindämmen lassen, dass sie im Alltag kaum noch spürbar sind.

Kleinigkeiten sind erlaubt

Möchte man in der Zeit nach der Karenz doch mal wieder etwas Süßes essen, sollte man das unbedingt nach einer Mahlzeit, also als Nachtisch tun. Ist der Magen nämlich bereits gut gefüllt, verlängert sich automatisch die Aufenthaltsdauer des Speisebreis. Der Vorteil dabei ist, dass die in den Süßigkeiten enthaltene Fructose nicht schlagartig, sondern ganz langsam nach und nach weiter gegeben wird. So wird sie wesentlich besser vertragen, da die wenigen funktionierenden Rezeptoren quasi nicht alle auf einmal bestürmt werden, sondern ausreichend Zeit haben, die ankommende Fructose in die Blutbahn zu schleusen.

Wie bei allen anderen Nahrungsmitteln auch, gilt bei Süßigkeiten ebenfalls, dass man bei selbstgemachtem stets genau die Zutaten kennt. So kann man Kuchen etwa auch gut mit einer 1:1 Mischung aus Haushalts- und Traubenzucker backen oder man ersetzt den Haushaltszucker komplett durch Traubenzucker. Der Traubenzuckeranteil erhöht die Verträglichkeit enorm.

Wer hin und wieder Lust auf ein Eis hat, sollte dann am besten Sorten ohne Frucht wählen, also beispielsweise Vanille oder Nuss-Eis. Wenn schon Frucht, dann am besten Fructosearme Sorten, wie etwa Zitrone.